Berichte Archiv

Durch und Durch ein Turnvater

Straubenhardter KTV-Mitbegründer Herbert Laupp erhält beim Tag des Ehrenamts in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz

Mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden ist der Straubenhardter Herbert Laupp. Die Auszeichnung gab 's in Stuttgart aus den Händen von Ministerpräsident Stefan Mappus.

Sein Herz hängt am Turnsport. Und daraus ist für den Straubenhardter Herbert Laupp eine Lebensaufgabe geworden. ,,Schon mein Vater Wilhelm hat in Feldrennach die erste Turnhalle gebaut. Und ich bin später in seine Fußstapfen getreten", verrät der 72-jährige, der in den 80er-Jahren maßgeblich an der Gründung der Kunstturnvereinigung Straubenhardt beteiligt war. Darüber hinaus führte Laupp die erste


Ministerpräsident Stefan Mappus und Herbert Laupp

Mannschaft als Trainer in die Bundesliga und holte 2005 sogar die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

In die Pflicht nehmen lassen

Für seine Verdienste um den Breiten- und Spitzensport wurde der Turnvater der KTV nun im prunkvollen Speisesaal des neuen Stuttgarter Schlosses ausge-zeichnet. Als einer von 22 ausgesuchten Kandidaten bekam Laupp am Tag des Ehrenamts von Ministerpräsident Stefan Mappus das Bundesverdienstkreuz überreicht.

,,Sie haben sich freiwillig in die Pflicht nehmen lassen und sind Vorbild für andere", hielt Mappus in seiner Laudatio fest. Für Herbert Laupp war es das i-Tüpfelchen auf einen langen sportlichen Werdegang, der für den gebürtigen Feldrennacher bereits im Alter von 17 Jahren begann und bis zum heutigen Tag als Kampfrichter (seit 1972) andauert. ln seiner aktiven Zeit brachte er es an seinen Paradegeräten Pauschenpferd und Reck immerhin bis zur Regionalliga. Parallel dazu befasste sich Laupp aber auch im weitesten Sinn mit Sportpolitik und reagierte früh auf Entwicklungen in der Region. So war es zum Gutteil auch seiner Person zu verdanken, dass in der Conweiler Straubenhardthalle ein Turnzentrum modernste Prägung entstanden ist, wo inzwischen auch der Nachwuchs erfolgreich ausgebildet wird. ,,irgendwann turnen einige dieser Talente in der ersten Bundesliga", verspricht Laupp, der bei der KTV vor allem den großen Kreis von Gleichgesinnten schätzt, zu dem auch Vereinschef Dr. Helmut Riegsinger und Hauptsponsor Horst Rapp zählen. "Bei uns ziehen viele Personen am selben Strang. Sonst wäre dieser rasante Aufschwung gar nicht möglich gewesen" betont er.

Großes Vorbild

Für viele seiner Schützlinge ist  er 72-lährige im Lauf der Zeit auch zur Vaterfigur geworden. Und deren Palette reicht von Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen bis zum Nieferner Lokalmatador Thomas Taranu. Einige davon gingen bei ihm sogar regelmäßig ein und aus. Vom ,,Turnhotel Laupp", wie es der Bundesverdienst-kreuzträger selber formuliert, hat auch der jetzige KTV-Trainer Alexej Grigoriew profitiert.

Seinen Ziehsohn hat Herbert Laupp als Nachfolger installiert, nachdem er im zurückliegenden Jahr als Coach der ersten Mannschaft die Kommandobrücke geräumt hat.